Bewegung für Kinder im Winter: 5 Ideen für drinnen

Es ist um halb fünf dunkel, der Spielplatz ist ein Matschfeld und dein Kind hat trotzdem Energie für drei. Kennen wir. Die gute Nachricht: Für richtig gute Bewegung braucht es keinen Sportverein und keine Turnhalle. Ein paar Quadratmeter Wohnzimmer reichen.

Gerade im Kleinkindalter ist das Zuhause sogar der beste Ort für die ersten Bewegungserfahrungen. Ohne fremde Gruppe, ohne Zeitdruck, in dem Tempo, das dein Kind selbst wählt. Hier sind unsere fünf Lieblingsübungen für die kalte Jahreszeit.

Kind am Trapez Tavi in Sky im TürrahmenKinderhände greifen die Turnringe Ravi aus EschenholzKind entspannt im Erlebnistuch im Wohnzimmer

1. Bärengang und Krebsgang

Was du brauchst: nichts außer etwas Platz.

Beim Bärengang läuft dein Kind auf Händen und Füßen, der Po zeigt nach oben. Beim Krebsgang ist es umgekehrt: Bauch nach oben, auf Händen und Füßen rückwärts. Macht am meisten Spaß als Wettrennen quer durchs Zimmer, gerne mit dir als zweitem Bären.

Das passiert dabei: Arme, Schultern und Rumpf arbeiten, und dein Kind lernt, Arme und Beine zu koordinieren.

2. Das Faultier: einfach mal hängen

Was du brauchst: ein Trapez oder Turnringe, tief aufgehängt, darunter eine weiche Matte.

Dein Kind greift die Stange oder die Ringe und hängt sich wie ein Faultier daran. Ihr zählt gemeinsam die Sekunden. Für den Anfang reichen die Füße ruhig noch am Boden. Mit der Zeit wird aus 3 Sekunden eine kleine Ewigkeit, und jeder neue Rekord wird gefeiert.

Das passiert dabei: Hängen stärkt Griffkraft, Schultern und Rumpf. Und es ist ein riesiger Mutmacher, wenn die Füße zum ersten Mal ganz abheben.

3. Der Balance-Pfad

Was du brauchst: Malerkrepp, Kissen, ein Seil oder ein Handtuch.

Klebt eine Linie mit Malerkrepp quer durchs Zimmer, mit Kurven und Zickzack. Dein Kind balanciert darauf entlang, erst vorwärts, dann rückwärts, dann auf Zehenspitzen. Wer mag, legt Kissen als "Steine im Fluss" dazwischen, über die gesprungen wird.

Das passiert dabei: Gleichgewicht und Körperspannung werden spielerisch trainiert, und die Konzentration gleich mit.

4. Das Päckchen am Trapez

Was du brauchst: Trapez oder Turnringe, Matte darunter.

Klappt das Hängen schon gut? Dann kommt die nächste Stufe: Dein Kind hängt und zieht die Knie Richtung Brust, so wird es zum "Päckchen". Kurz halten, langsam wieder ausstrecken. Drei Päckchen hintereinander sind schon eine echte Leistung.

Das passiert dabei: Bauch und Rumpf arbeiten richtig mit, und dein Kind bekommt ein Gefühl dafür, wie es seinen Körper in der Luft steuert.

5. Runterkommen im Erlebnistuch

Was du brauchst: ein Erlebnistuch.

Nach so viel Action darf es auch ruhig werden. Dein Kind kuschelt sich ins Tuch und schaukelt sanft hin und her. Manche Kinder lieben es, sich darin langsam drehen zu lassen, andere wollen einfach nur eingehüllt sein und lesen.

Das passiert dabei: Sanftes Schaukeln spricht den Gleichgewichtssinn an und hilft vielen Kindern, nach dem Toben wieder zur Ruhe zu kommen.

Kurz zur Sicherheit

  • Bleib bei allen Übungen an Geräten dabei. Unsere Produkte sind ab 3 Jahren und nur unter Aufsicht Erwachsener gedacht.
  • Trapez und Ringe für Anfänger tief aufhängen und immer eine weiche Matte darunter legen.
  • Aufhängung und Seile vor dem Spielen kurz checken.
  • Dein Kind gibt das Tempo vor. Keine Übung muss, alles darf.

Unser Tipp für den Alltag

Du musst kein Trainingsprogramm daraus machen. Such dir zwei Übungen aus und bau sie in den Nachmittag ein, zum Beispiel vor dem Abendessen. Zehn Minuten Bewegung verändern oft den ganzen Abend.

Und wenn dein Kind eine neue Lieblingsübung erfindet: Zeig sie uns auf Instagram. Wir lieben es.

Play. Move. Grow.
Paulina & Kinga